Im Jahr 1784 ließ Kurfürst Friedrich Karl Joseph von Erthal die Mainzer Universität grundlegend erneuern. Sie sollte „exzellent“ werden und nach Möglichkeit mit Göttingen, der führenden deutschen Universität, gleichziehen. Zur Reform gehörte auch die Gründung eines Münzkabinetts. Warum aber brauchte die Universität ein Münzkabinett? Wie gingen die Gründung und der Aufbau des Münzkabinetts praktisch vonstatten, nicht zuletzt, woher kamen die Münzen? Und welche Bedeutung hatte das Kabinett nicht nur für die universitäre Lehre und Forschung, sondern auch für die Gelehrtenwelt außerhalb von Mainz?

Alle diese unbekannten Aspekte der Geschichte der alten Mainzer Universität werden in der Ausstellung thematisiert. Selbstverständlich werden auch Stücke aus dem damaligen Bestand des Münzkabinetts präsentiert – von seltenen antiken Münzen über neuzeitliche Fälschungen bis hin zu prachtvollen, die Universitätsreform von 1784 feiernden Medaillen.