Willkommen auf der Seite des Universitätsjubiläums!
1477 nahm die Universität Mainz ihren Vorlesungsbetrieb auf. 550 Jahre später feiert sie großes Jubiläum – ein Anlass, ihre facettenreiche Geschichte neu zu entdecken. Diese Geschichte ist von Brüchen geprägt: In der Zeit der Französischen Revolution kam der reguläre Lehrbetrieb weitgehend zum Erliegen. Einzelne Ausnahmen und spätere Lehrangebote konnten keinen durchgängigen Universitätsbetrieb bis zur Wiedereröffnung 1946 aufrechterhalten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Universität durch die französische Besatzungsmacht neu gegründet. Mit Johannes Gutenberg als Namenspatron, dem Erfinder des modernen Buchdrucks und wohl bekanntesten Sohn der Stadt Mainz, setzte die Neugründung ein bewusstes Zeichen: Sie knüpfte an die Alte Universität ebenso an wie an Mainz als Ort innovativer Medienproduktion, der bereits im 15. Jahrhundert durch Gutenbergs Erfindung internationale Bedeutung gewann. In dieser Tradition prägen Innovation und Medienwandel seither das Selbstverständnis der Mainzer Universität und werden im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten gewürdigt.
1477 gegründet, 2027 gefeiert: Die Mainzer Universität blickt auf eine bewegte Geschichte voller Brüche, Neuanfänge und Wandlungen zurück. Von Erzbischof Diether von Isenburg gegründet, erwarb sie bereits früh Ansehen, musste jedoch wirtschaftliche Engpässe und die Folgen der Reformation bewältigen. Mit dem Jesuitenkolleg (1561) und der Domus universitatis (1615–1618) fand sie neue Stabilität. Nach wiederholten Unterbrechungen wurde sie 1946 als Johannes Gutenberg-Universität Mainz neu eröffnet und ist seither ein bedeutendes Zentrum für Forschung, Lehre und Kultur in der Rhein-Main-Region.